Mittwoch, 12. Dezember 2007

In meiner "Geburtstagswoche" kamen neben Andy und meiner Mama noch einige Freunde zu Besuch - Ulli, Gordon und Jan (v.r.n.l.) ...


... sowie Sabine, David und Nelio (v.l.n.r.) ...


Es war eine wundervolle Woche - danke, dass Ihr alle gekommen seid!

Im Fotostudio gibt es seit fast 4 Wochen Bauarbeiten. Wände wurden abgerissen und neu hochgezogen, Türen neu eingebaut... Mein Arbeitsplatz existierte zwischenzeitlich nicht, ich zog also um in die Küche. Mittlerweilen drängeln wir uns hier fast alle, da José und Unai ebenfalls nicht bei sich arbeiten können.
Hier mein Arbeitsplatz, derzeit (die linke Wand ist neu):

Desweiteren das ehem. Wohnzimmer, dahinter Unais ehem. Zimmer...
... dort sieht es jetzt so aus:

... und zur anderen Seite - vorher...

... und aktuell...
Ich bin mal gespannt, ob es fertig wird bevor ich zurück nach Berlin fliege. Die Jungs ackern fleißig...

Nun ist übrigens auch endlich der Weihnachtstrubel in Madrid eingekehrt. Bislang war es hier ja eher angenehm unweihnachtlich (und nicht wie in anderen Ländern, u.a. ja auch in Deutschland, wo die Schokoladen-Weihnachtsmänner schon ab Ende August in den Läden stehen). Aber seit ca. 2 Wochen ist die gesamte Innenstadt illuminiert, in den Einkaufspassagen und Geschäften sind die Leute dem (Weihnachts-)Kaufrausch verfallen, und im Fernsehen läuft die gesamte Bandbreite der Weihnachts-Werbespots (im groben nachmittags Spielzeug- und abends dann Parfüm-Werbung). Selbst unser Portier zeigte sich von seiner künstlerischen Seite - er dekorierte liebevoll unser kleines "Foyer" im Haus.
Der obligatorische Weihnachtsbaum...

... und ein Spiegel-Gesamtkunstwerk unseres Portiers ...

Apropos kulturelle Unterschiede: Adventsplätzchen und Weihnachtskalender sind hier eher unbekannt - da habe ich ein wenig "Missionarsarbeit" geleistet. Besonders die Jungs im Fotostudio haben sich über die Schokoladenkalender gefreut wie Schneekönige.


Lebkuchen, Zimtsterne & Co. wurden auch mit großer Freude verputzt. Nur die Damen knabbern oft mühsam an einem (!) Plätzchen herum - man achtet auf seine Linie!
Hier mit Andy in geselliger Runde im LaLuna-Studio:

Tja, und zum Jahresende rast die Zeit mal wieder davon...
Heute steht noch mit Noe und Eduardo ein/e Bukowski-Mittwochabend/-nacht an. Morgen gibt es dann ein vorweihnachtliches Abendessen mit den LaLuna-Jungs.
Am kommenden Wochenende wird mich Candido, den wir von der Weltreise kennen und der auf Teneriffa lebt, besuchen kommen. Mit ihm werde ich den spanischen Weihnachtsmarkt auf dem Plaza Mayor auskundschaften. Ausserdem will ich nochmal deutsch kochen - Klöße z.B. kennt man hier auch nicht. Das wird dann vor Weihnachten auch wohl mein Abschiedsessen werden.
Bevor ich nach Berlin komme, melde ich mich hier aber nochmal - ta luego!

Mittwoch, 21. November 2007

Es ist schon wieder sooo viel passiert und ich komm einfach nicht dazu, einen ausführlicheren Bericht zu schreiben... Daher hier das wichtigste in Kürze:

Ich habe in Santander, im Norden Spaniens, Ruth und Simone besucht - Holger aus Barcelona kam auch dazu - und wir hatten ein wunderschönes Wochenende...

... mit lecker Fischessen im Hafen ...

... Stadtbummel ...

... und Strandspaziergang (ja, Ihr seht richtig, das ist ein EIS) ...


... Andrea, dies ist ein Foto für Dich - mit den wärmenden Ohrschützern war ich in Santander allerdings "zu trendy", die Blicke, die mir zugeworfen wurden, reichten von "belustigt" bis hin zu "fassungslos" ... ;o)


Dann war ich in Madrid beim Interpol Konzert und habe mir verschiedene Tanz- und Theatervorstellungen des Herbstfestival angeschaut.

Letztes Wochenende kam schließlich meine Mama zu Besuch und seit Montag ist Andy hier.

An dieser Stelle ein offizielles und sehr herzliches DANKESCHÖN FÜR ALL DIE LIEBEN MENSCHEN, DIE AN MEINEN GEBURTSTAG GEDACHT UND MIR AUF VERSCHIEDENSTE WEISE GRATULIERT HABEN !!! Auch für die schönen Geschenke muchas gracias! Ihr bekommt natürlich noch persönliche Antwort, aber momentan geht es einfach nicht, somit vorab dieses Dankeschön.

Ich hatte einen wundervollen Tag mit Mama und Andy, wir waren hochherrschaftlich essen in einem spanischen Restaurant, in dem übrigens zur selben Zeit der spanische König und Bill Clinton speisten. Das lasse ich jetzt mal einfach so stehen und auf Euch wirken... ;o)

Noch zwei Fotos
... meine Geburtstagstorte mit einer Kerze - überreicht mit einem spanischen Geburtstagsständchen von Noe und Eduardo ...


... und abends dann beim Jazzkonzert im Club CLAMORES, wo wir es ordentlich "krachen" liessen ...


Dieses Wochenende kommen noch einige Freunde - dann werden wir die Feierlichkeiten fortsetzen. ;o)


Für diesmal soll's das auch in Kürze schon gewesen sein. Bald wieder mehr!

Seid ganz herzlich gegrüßt - muchos besitos Antje!

Montag, 29. Oktober 2007

Nach langer Durststrecke endlich wieder ein paar Neuigkeiten von mir - dafür seeeeeeeeeehr ausführlich... ;o)

Mit Andrea hatte ich ein super „Mädels-Wochenende“, bei dem wir ausgiebig Shoppen waren, uns ins bunte Nachtleben stürzten und den schönen Dingen widmeten – sowohl kulinarisch als auch mit einem Museumsbesuch im „Museo Thyssen“ und Spaziergängen durch die Altstadt, das Schwulenviertel „Chueca“ und das Literatenviertel „Huertas“. Hier ein paar Eindrücke:



(Altstadt - Puerta del Sol:)
(Huertas, das Literatenviertel mit seinen vielen Bars und Cervecerias:)





(Plaza de Santa Ana, das Herz des Literatenviertels:)
(eines der vielen Theater:)
Besonders beeindruckend war unser nächtlicher Ausflug in die „Momabar“, eine angeblich recht „angesagte Tanzlocation“. Den Tipp hatte uns ein Argentinier aus der Bukowski-Bar gegeben, in der wir die Nacht zuvor waren. Die Bukowski-Bar war nicht meine Idee, sondern Andrea wollte sich, durch meine Berichte neugierig geworden, von diesem „Sündenpfuhl“ selbst ein Bild machen. (Jan, ich muss an dieser Stelle etwas richtig stellen: was ich in einem meiner ersten Berichte erwähnt habe, dass sich zu späterer Stunde und mit erhöhtem Alkoholkonsum alle ‚Bukowskier’ in den Armen liegen und/oder rumknutschen – sprich, in spanischer Manie einfach „lieb haben“ – betrifft hauptsächlich Privatparties oder die Mittwochnacht, in der die ganze „Dichterriege“ bei der allwöchentlichen Lesung anwesend ist und danach ausgiebig feiert. Eurer Reiseplanung nach, wirst Du aber "leider" nicht in den Genuss kommen, diesem Schauspiel beizuwohnen. – Ich will einer eventuellen Enttäuschung nur vorbeugen…)
Die Momabar war nun also volles Kontrastprogramm: super aufgeschickt und stylisch, vom Interieur bis hin zu den Gästen. Man zeigt hier, was man hat und badet sich in der Menge. „Sehen und gesehen werden“ lautet das Moto. Für uns etwas gewöhnungsbedürftig. Wir waren zu früh da – vereinbarter Treffpunkt mit dem Argentinier sollte 2 Uhr nachts sein (um diese Uhrzeit fängt die Nacht hier erst an!). Unhöflicherweise warteten wir nicht auf ihn (ich kann an dieser Stelle schon verraten, dass wir ihn auch später nicht mehr trafen, was uns zugebenermaßen nicht wirklich traurig stimmte – es bleibt auch bis heute ungeklärt, ob er wirklich auftauchte.) Nachdem wir also mit Hilfe eines „Code-Word“ die Türsteher erfolgreich passierten, öffneten sich die Türen zu dieser Glitzer-Glamour-Welt. Hier stellten wir erstmal fest: wir waren unzureichend vorbereitet (d.h. OHNE Highheels, kurzem Röckchen oder Kleid, tiefem Ausschnitt, Handtäschchen und perfektem Make-up). Trotzdem hatten wir unseren Spaß und tanzten bis in die frühen Morgenstunden.
Den letzten Tag verbrachten wir bei schönstem Sonnenschein im Retiro Park. Hier lüftete sich auch endlich das Geheimnis um die Baumstämme im Kristallpalast. Sie sind Teil der Ausstellung des Künstlers Andy Goldsworthy „Im Inneren des Baumes“ (frei übersetzt). Er hat sie übereinander gestapelt, ähnlich einem Iglu. Man kann drum herum aber auch hinein gehen. Irgendwie beeindruckend, aber für mich unklar (und aus seiner Konzeptbeschreibung nicht hervorgehend), warum er das ausgerechnet im Kristallpalast aufgebaut hat, anstatt im Freien, wo es meiner Meinung nach viel besser zur Geltung kommen würde. So wirkte alles leider viel zu sehr eingeengt.




Als Andrea abreiste, wurde ich erstmal krank. Irgendwo hatte ich mich angesteckt – wahrscheinlich in der „Virenschleuder“ Metro, in der alles hustete und schniefte.
Einen Tag später kam dann auch schon Andy. Endlich – nach 7 Wochen! (JA, ich finde das ist eine verdammt lange Zeit!) Nachdem ich mich die ersten Tage von ihm pflegen und verwöhnen ließ, bummelten auch wir durch die Gassen Madrids, tauchten ins Nachtleben ein, und genossen den Sonnenuntergang im Retiro Park. Hier einige Fotos:



(Retiro Park:)

(wieder mal Plaza de Santa Ana, diesmal mit den Künstlern Lorca und Edelblut:)
(Nachtleben - hier in einer der Bars in Malasaña:)
Was sonst noch geschah…
Im Fotostudio war sehr viel zu tun: u.a. diverse Modeshootings – entweder Unmengen an Accessoires wie Handtaschen und Mützen, oder Models mit aktuellen Klamotten… Dann auch Schmuck und Uhren, die von Kurieren extra von den jeweiligen Geschäften angeliefert wurden. Viele Leute gingen also ein und aus bei uns.
Außerdem ist seit letzter Woche Unais italienische Freundin hier – Monica. Sie will länger bleiben und in Madrid arbeiten. Was, weiß sie noch nicht so genau. Erstmal macht sie einen Intensiv-Sprachkurs. Als Italienerin dürfte es ihr aber in kürzester Zeit gelingen, fließend spanisch zu sprechen. Ein klein wenig beneide ich sie darum…
Da Unai und Noe sehr gute Freunde sind, blieb es natürlich nicht aus, dass auch Monica erstmal im Bukowski „eingeführt“ wurde… - allerdings an einem Freitag… (ich hingegen wurde gleich beim ersten Mal ahnungslos dem „Bukowski-Mittwoch“ ausgesetzt – sollte mir das zu denken geben?)

(vlnr: icke, Monica, Unai, Noe)


Seit Mitte Oktober gibt es in Madrid nun das „Festival de Otoño“ (Herbstfestival). Einen Monat lang Theater-, Tanz- und Musik-Vorstellungen – international und mit vielen spannenden Künstlern. Ich habe mir bereits eine Tanzperformance von Akram Khan (englisch-indisch) und Sidi Larbi Cherkaoui (belgisch-marokkanisch), sowie ein Theaterstück vom West Yorkshire Playhouse aus England (Don Quixote als poppiges ‚Road Movie’) angesehen. Ein schöner Nebeneffekt ist auch, dass ich somit die Theater- und Performancebühnen in Madrid kennen lerne. Herrlich! Ich werde mir natürlich noch andere Sachen anschauen (von Blanca Li, Michael Laub, Peter Brook) – freu ich drauf!

Unterdessen wird es auch bei uns im sonnigen Süden kälter. Die Heizsaison hat begonnen und ich genieße wieder mal den „Luxus“ von Heizkörpern in der Wohnung. Zudem gehen in unserer WG merkwürdige Dinge vor sich: Noe fängt plötzlich an REGELMÄßIG zu putzen – und auch noch zu kochen (was sie nach eigener Aussage fast nie macht)! Ich bin beeindruckt und verwirrt. Der Grund für ihren Sinneswandel ist mir noch unbekannt, ich werde das aber weiterhin beobachten…

Zum Schluss noch ein kleiner Exkurs zum Thema „spanisch einkaufen“:
Andrea hatte sich ja geweigert, mit Andy haben wir es schlichtweg vergessen – in Madrid (wahrscheinlich auch in gesamt Spanien) geht man mit Rolli einkaufen, was nicht wirklich modisch aussieht (für die sonst so modebewussten Spanier), dafür aber unglaublich praktisch ist, denn man muss sich nicht mit vollen Tüten abschleppen. Ich habe ihn schon eine Weile lang in unserem Flur stehen seh’n, immer zwischen Neugier und „an Omas und Opas denkend“ schwankend. Bei uns sieht man ja meist nur alte und gebrechliche Leute damit rumlaufen, es dient also eher als (Geh- und Einkaufs-) Hilfe, was ein nicht wirklich ansprechendes, geschweige denn überzeugendes Image ist. Ganz anders in Spanien. Hier geht fast jeder mit einem Rolli einkaufen. Das gehört sozusagen zur Grundausstattung eines jeden Haushalts. Meine Mitbewohner können z.B. nicht verstehen, warum wir in Deutschland so ein praktisches Utensil NICHT benutzen. Ja, ich gebe ehrlich zu, bislang hat mich noch das deutsche „Oma-Image“ abgehalten. Aber spätestens nachdem ich Penélope Cruz im Almodovar-Film „Volver“ damit habe einkaufen sehen (und sie sah SEHR GUT aus damit!), wollte ich nun auch genauso anmutig aussehend einkaufen. So zog ich also aus, das Einkaufsglück mit Rolli zu suchen…

Es gibt in den Supermärkten übrigens eigene Schließvorrichtungen, wo man die Rollis für die Zeit des Einkaufs parken kann:

Dann ein weiterer „Kulturschock“: der Einkaufswagen bzw. -korb:

und so sieht das Ganze dann in Aktion aus (NEIN, ich hatte mich nicht extra für das Foto umgezogen - es entstand an einem anderen Tag -, und JA, ich weiß, es sieht aus, wie ein schlechtes Werbefoto…, das hält mich alles nicht davon ab, es hier zu zeigen)

Diesen Wagen-Korb hatte ich bis obenhin voll gepackt – und alles locker im Rolli verstauen können (was mich zutiefst beeindruckte).
Mein Fazit: SEHR praktisch, aber was das „anmutige Aussehen à la Penélope“ betrifft… für diesen auf spanische Größenverhältnisse ausgerichteten „Rolli“ bin ich leider etwas zu groß und konnte somit bei der B-Note nicht die volle Punktzahl erreichen… – von Anmut leider keine Spur!


Übrigens habe ich auch gesehen, dass sogar die Schulkinder hier mit einer Mini-Ausgabe des Rollis zur Schule gehen…

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Diese Woche: sehr abwechslungsreich, viel passiert, aber leider alles ohne Fotos...

Im LaLuna-Studio war ein Fotoshooting mit zwei Models, einem blutjungen Mädchen aus der Slowakei und einem jungen deutschen Beau, für eine Fashion-Magazin. Das war sehr nett und natürlich was für's Auge. (grins!)
Außerdem gab es ein Baby-Casting... allerdings waren die nicht besonders fotogen. An dieser Stelle muß man einfach auch mal ganz realistisch sagen: "Ja, es gibt auch häßliche Babies!" Ihre stolzen Eltern taten aber so, als seien dies die nächsten Superstars. Jedoch - nicht jedes Baby hat "Alete-Qualitäten" ;o)
Und dann waren mal wieder uuuuuuuuuuuuuuuunglaublich viele Lebensmittel zu fotografieren (das lieben die Jungs hier ja sehr - gähn! und grins!), diesmal italienische Spezialitäten, unter denen sich sehr interessante Pasta-Kreationen befanden, z.B. mit den Geschmacksrichtungen Aceito Balsamico, Chilli, Mais, oder auch sehr abgefahren: Schokolade!

Spannend war die Fütter-Aktion von unserer Boa Liz. Zwei Ratten mußten ihr kleines Nagerleben lassen. Schon sehr brutal! Irgendwie aber auch faszinierend, wie das sonst so gemütlich dahin kriechende oder träge herum liegende Reptil plötzlich wie ein Blitz durch's Terrarium schoß. Naja, und dann die Würgerei, bis die Ratten endlich verschlungen waren... Ich bekam schon Kieferschmerzen beim Zuschauen. Aber trotzdem: sehr interessant - ein bißchen "National Geographic" für den Hausgebrauch...
Außerdem erfuhr ich vom großen Irrtum, der hier aber auch erst sehr spät entdeckt wurde - Liz ist ein Männchen! (Wie kann man eigentlich das Geschlecht bei Schlangen feststellen??? - Hat jemand von Euch dazu eine Theorie? Ich laß die Frage mal im Raum stehen...)

Sonst bin ich noch beim TRAVIS-Konzert gewesen (herrrrrrlich, endlich mal wieder tanzen!!!), habe mir eine Flamenco-Veranstaltung und einen Wim Wenders Film (im Goethe Institut - das feiert gerade 50jähriges Jubiläum mit diversen Veranstaltungen) angeschaut. Außerdem war ich bei einer Party von Leuten aus'm Bukowski, die jedoch leider langweilig war - naja, aber ich hab mir mal wieder ne Wohnung angeschaut, was ich ja sehr gern mache. Die spanischen Wohnungen sind echt super klein, fast winzig! Da sind wir Berliner wirklich sehr verwöhnt, muß ich immer wieder feststellen. Interessant finde ich auch, daß sich der Mietpreis hier nicht nach den Quadratmetern sondern nach der Anzahl der Zimmer richtet, wobei deren Größe keine Rolle spielt.

Viel mehr Erwähnenswertes ist in meinem spanischen Leben dann auch schon gar nicht weiter passiert.

Morgen ist übrigens der 12. Oktober - der "Día de la Hispanidad", Gedenktag an die Entdeckung Amerikas. D.h. großer Nationalfeiertag in Spanien, an dem alle frei haben. In Madrid sollen diverse Veranstaltungen und sogar eine Parade stattfinden - naja, nach der etwas enttäuschenden "Noche en Blanco" bin ich ein wenig vorsichtig mit meiner Euphorie...
Wie die meisten Spanier nutzen Noe und Eduardo diesen freien Tag für einen Kurztrip über's Wochenende. Ed fährt zu seiner Familie und Noe mit einer Reisegruppe nach Marokko.
Ich bleibe allein in der Wohnung - fast. Andrea hat sich für morgen abend angekündigt. Sie bleibt bis Montag. Wir haben also die gesamte Wohnung für uns, werden das Nachtleben erkunden und - juchuuuuu! shoppen!!!

Ganz ohne Bilder will ich Euch dann aber doch nicht ins Wochenende verabschieden. Hier zwei Schnappschüsse aus den Straßen Madrids... mit einem Augenzwinkern... - 'ta luego!






Donnerstag, 4. Oktober 2007

So, nun ist der Herbst auch in Madrid angekommen - es wird kälter und regnet sogar. Auch ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, dann werden die "Terazas" aus dem Stadtbild verschwinden. Mal abgesehen davon, daß es ja in diesen Breitengraden nur normal ist, daß jetzt irgendwann die kältere Jahreszeit Einzug hält, war ich als mittlerweile sonnenverwöhnte Madrileña fast schon in der Versuchung, meinem ersten Besuch aus der Heimat zu unterstellen, dieses Wetter hierhergebracht und dann - was ja noch viel schlimmer wiegen würde - es hier vergessen zu haben. Scheinbar ist es aber doch nur eine verwirrte Laune der Regentrude gewesen, denn heute scheint wieder die Sonne am blauen Madrilener Himmel.

Ich will mich aber gar nicht über das Wetter auslassen - trotzdem bitte ich jedoch um Verständnis für diese wichtigen Sonnenangelegenheiten, ich bin ja schließlich in Spanien (sonst hätt ick ooch im kalten und verregneten Berlin bleiben können!). Und außerdem möchte ich den angehenden Besuchern nicht die Hoffnung auf den sonnigen Süden nehmen...


Was also letztes Wochenende geschah...

...alles begann am vergangenen Freitag, als mein - ich betone es gern nochmal - ERSTER Besuch aus Berlin eintraf: Schwester Lydia und Papa Frank.
In jeder Hinsicht eine Premiere!
Zudem aber auch eine Geburtstagsüberraschung von den Töchtern für den Herrn Papa - alle drei Weltenbummler für ein Wochenende zusammen unterwegs. (Zur Erklärung für alle "Unwissenden": wir Töchter haben das Reise-Gen eindeutig und sehr ausgeprägt von unserem Seefahrer-Papa.)




Vorbereitende Maßnahmen für das Wochenende:



Dann stürzten wir uns ins Madrider Leben - nach einer Erkundungstour durchs Stadtzentrum, einem ausgedehnten Spaziergang durch die verwinkelten Gassen und unzähligen kleinen Plätze, genossen wir leckere Tapas und Cerveca auf der Plaza de Santa Ana, dem Herzstück des Literatenviertels Huertas.

Statue vom spanischen Schriftsteller und Dichter Federico García Lorca:


...und unsereiner


...in leckeren Chorizo-, Salchicha-, Jamón- und Manchego-Genüssen schwelgend (na, läuft Euch schon das Wasser im Mund zusammen?)


Willkommen in Madrid!

Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit einem ausgedehnten Frühstück...

... dann machten wir uns auf den Weg zum Palacio Real, dem Königspalast. Er gehört angeblich zu den größten Schlössern seiner Zeit (Mitte 18. Jh.), beherbergt neben 2000 Gemächern und Salons auch eine königliche Apotheke, sowie eine der größten Waffensammlungen der Welt.





Da man im Palast nicht Fotografieren darf, habe ich mir nachfolgende Bilder aus dem Internet geliehen (wer mehr sehen will: http://www.pbase.com/ngruev/palacio).

Der Thronsaal, mit rotem Samt ausgeschmückt:


Der Festsaal für Galadinner und Tanzabende:


Sogar eine kleine Kapelle gibt's:



Und die Schätze der Waffenkammer:




Ein seitlicher Blick auf den Palast vom Plaza de Oriente. Im Vordergrund steht ein Denkmal vom spanischen König Felipe IV.



Links und rechts davon finden sich noch weitere Statuen früherer spanischer Monarchen - man sagt, dass sie nachts von ihren Sockeln steigen, um sich die Beine ein wenig zu vertreten... (auch dieses Bild mußte ich mir aus der www-Welt borgen - die Bäume sind jetzt noch grün!)


Im Anschluß gönnten wir uns eine kleine Pause in einem gemütlichen Café am Plaza de Isabel II, gleich neben dem Teatro Real.



Unsere abendlichen Kochaktionen:



Sonntag gingen wir zum Rastro, angeblich Europas größtem Flohmarkt.





Erschöpfte "Abuela" (Oma), die sich scheinbar auch durch die Menschenmassen in den engen Gassen gekämpft hat:


Abends ging's dann aber für uns noch in den Jazzclub "Clamores", wo wir spanischer A-Capella-Musik lauschten...


... und das Wochenende gemütlich ausklingen liessen.




Der Montag war leider verregnet und wir beschlossen, ins "Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía" zu gehen, wo zeitgenössische Kunst zu sehen ist (Miró, Dalí und Picasso - hier hängt u.a. auch das Guernica-Gemälde von Picasso!).


Am Rande: Interessant finde ich, daß dieses Gebäude bis 1965 ein Krankenhaus war, bevor es zum Museum umgebaut wurde.

Das verlängerte Wochenende ging somit zu Ende - schön war's...
Der Besuchsmarathon ist nun also eröffnet. Zwar wird das kommende Wochenende nochmal etwas ruhiger, danach haben sich aber schon die nächsten Gäste angekündigt. Ich freu mich auf Euch!